Open-Access Publishing - Effizienz und Transparenz für alle?

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     Anfang der 90er Jahre formierte sich unter dem Druck immer weiter steigender Preise für wissenschaftliche Publikationen eine internationale Open-Access Bewegung. Nach deren Auffassung sollten die Ergebnisse aus einer öffentlich geförderten Forschung eben dieser Öffentlichkeit wiederum kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Herkömmliche Publikationsstrukturen privatisierten das von der Allgemeinheit finanzierte Wissen und ließe die Öffentlichkeit doppelt für Informationen bezahlen, so das Credo der Bewegung. Zudem benachteilige das bisherige System finanziell schlechter gestellte Wissenschaftler, besonders solche in Entwicklungsländern. Das Engagement dieser Bewegung erfuhr zuletzt offene Unterstützung und Förderung durch die Allianz der (deutschen) Wissenschaftsorganisationen, der die meisten großen Forschungsinstitutionen des Landes angehören.
    Kritiker dagegen sehen im Open Access Publishing eine erhebliche Verletzung des Urheberrechts und der Pressefreiheit: Open Access stelle eine Zwangsenteignung von geistigen Eigentum dar, die öffentliche Subventionierung durch die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hindere Autoren daran, ihre Ergebnisse nach eigenem Ermessen zu veröffentlichen. Zudem gibt es Vorbehalte hinsichtlich Qualität, Verfügbarkeit und Authentizität der so veröffentlichten Dokumente. Diese Haltung gipfelte schließlich im „Heidelberger Appell“, einer Petition namhafter Autoren, Wissenschaftler und Künstler gegen eine Aufweichung des Urheberrechts.
    Für Dr. Ulrich Poeschl, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, Vorsitzenden des Publikations-Komitees der European Geoscience Union (EGU) und Mitglied von Geocycles überwiegen die Vorteile des Open-Access –Gedankens. In ihm sieht er eine zeitgemäße Chance, die (interdisziplinäre) Kommunikation in den Wissenschaften effizienter und transparenter zu gestallten. Ein Plädoyer für die Abschaffung von Barrieren: Mehr …>>

     

     


     
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