Prof. Dr. Markus Egg

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    Forschungsinteressen
    Prof. Dr. Markus Egg hat an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck die Fächer Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Philosophie studiert. Nach seiner Promotion über Italische Bronzehelme der Eisenzeit 1977 beschäftige sich Herr Egg in immer stärkerem Masse mit der Genese politischer Eliten in der Bronze- und Eisenzeit Mittel- und Südeuropa. Seit 1978 ist er am Römisch-Germanischen Zentralmuseum, einem Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte der Wissenschaftsgemeinschaft Leibniz, in Mainz tätig.

    Seine Habilitation über hallstattzeitliche Grabfunde aus Oberösterreich erfolgte 1987 an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. In der Folgezeit konnte er mehrere reiche Grabfunde, wie die Fürstengräber von Strettweg in der Steiermark und von Kappel-Grafenhausen in Baden, die Einblicke in komplizierte Sozialstrukturen ermöglichen, aufarbeiten. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Untersuchung eisenzeitlicher Wagenfunde, die ein wichtiges Statussymbol der Eliten bildeten. Dabei spielten die technischen Möglichkeiten, die die Restaurierungswerkstätten des RGZM boten, eine gewichtige Rolle.

    1997 verlieh ihm die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck wegen seiner wissenschaftlichen Leistungen den Berufstitels „Außerordentlicher Universitätsprofessor“. Der Schwerpunkt seiner aktuellen Studien liegt auf der Erforschung des hallstattzeitlichen Machtzentrums von Kleinklein in der Steiermark. Seit 2003 ist Herr Egg Direktor der Abteilung Vorgeschichte und Leiter der Restaurierungswerkstätten und Laboratorien am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz.

    Wichtigste Literatur:
    Italische Helme - Studien zu den ältereisenzeitlichen Helme Italiens und der Alpen. Monogr. RGZM 11 (Mainz, 1966). –Die hallstattzeitlichen Hügelgräber bei Helpfau-Uttendorf in Oberösterreich. Jahrb. RGZM 32 1985 323 ff. - Zusammen mit A. France-Lanord, Le char de Vix. Monogr. RGZM 13 (Mainz, 1987). - 34. Zusammen mit K. Spindler, Die Gletschermumie vom Ende der Steinzeit aus den Ötztaler Alpen - Vorbericht. Jahrb. RGZM 39, 1992 3 ff -Zusammen mit C. Pare, Die Metallzeiten in Europa und im Vorderen Orient (4.-1. Jahrtausend v. Chr.) - Die Ausstellung der vorgeschichtlichen Abteilung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz. Kataloge vor- und frühgeschichtlicher Altertümer 26 (Mainz, 1995). - Das hallstattzeitliche Fürstengrab von Strettweg bei Judenburg in der Obersteiermark. Monogr. RGZM 37 (Mainz, 1996). - Zusammen mit R. Dehn u. R. Lehnert, Das späthallstattzeitliche Fürstengrab im Hügel 3 von Kappel a. Rhein in Baden. Monogr. RGZM 63 (Mainz 2005). – Zusammen mit K. Spindler, Die Kleidung und die Ausrüstung der kupferzeitlichen Gletschermumie aus den Ötztaler Alpen. Monogr. RGZM 77 (im Druck; voraussichtlich Ende 2008).

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